Zusammenfassung in Leichter Sprache


Wer hat das Projekt gemacht?

  • 33 Schüler*innen vom Hölty-Gymnasium in Celle.
  • Unterstützt wurden sie von der Organisation „Arbeit und Leben Niedersachsen“.
  • Das Projekt fand im Dezember 2024 statt.

Was haben die Schüler*innen gemacht?

  • Sie haben sich mit dem Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus beschäftigt.
  • Sie besuchten die Gedenkstätte Bergen-Belsen und das Gelände des früheren Lagers „Waldeslust“.
  • Sie haben eine Gedenktafel und eine Website erstellt, um an die Opfer zu erinnern.

Das Lager „Waldeslust“

  • Es war ein Außenlager des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.
  • Das Lager befand sich in Ovelgönne bei Hambühren, in der Nähe eines alten Salzbergwerks.
  • Dort waren etwa 400 jüdische Frauen eingesperrt.
  • Die Frauen mussten unter schlimmen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.
  • Sie arbeiteten z. B. im Bergwerk, beim Straßenbau oder beim Gleisbau.

Der Alltag der Frauen im Lager

  • Die Arbeit war sehr hart. Viele Frauen mussten nachts arbeiten.
  • Es gab wenig und schlechtes Essen.
  • Die Frauen mussten lange stillstehen, z. B. beim Appell.
  • Manche wurden geschlagen oder schikaniert.
  • Einige Aufseher waren besonders brutal, andere halfen heimlich.

Berichte von Überlebenden

Esther Reiss

  • Wurde aus dem Ghetto und später aus Auschwitz ins Lager gebracht.
  • Musste Steine schleppen und in der Salzgrube arbeiten.
  • Wurde mit einer Rute geschlagen.
  • Sie erlebte, wie Aufseher Frauen zwangen, halbnackt zu arbeiten.

Izabella Strauch-Choko

  • Kam mit 16 Jahren ins Lager „Waldeslust“.
  • War schwer krank und hatte offene Wunden an den Füßen.
  • Erlebte Zwangsarbeit und körperliche Schmerzen bis ans Lebensende.
  • Wurde von einem französischen Kriegsgefangenen heimlich mit Essen versorgt – er rettete ihr das Leben.
  • Nach dem Krieg lebte sie in Schweden und dann in Frankreich. Sie wurde Schachmeisterin und gründete eine eigene Firma.

Die Täter

  • Karl-Heinrich Reddehase war Lagerleiter.
  • Er wurde nach dem Krieg verurteilt und hingerichtet.
  • Er behauptete, er habe die Frauen „nur geschlagen, um sie vor Schlimmerem zu bewahren“ – das Gericht glaubte ihm nicht.
  • Überlebende berichteten von Misshandlungen, Erschießungen und anderen Verbrechen.

Erinnerung

  • Viele der Frauen im Lager haben den Holocaust nicht überlebt.
  • Heute gibt es nur noch wenige Spuren des Lagers.
  • Das Projekt der Schüler*innen soll helfen, dass diese Geschichte nicht vergessen wird.
  • Ein Gedicht von Celia, einer Schülerin, erinnert an das Leid der Frauen.