Zusammenfassung in Leichter Sprache
Wer hat das Projekt gemacht?
- 33 Schüler*innen vom Hölty-Gymnasium in Celle.
- Unterstützt wurden sie von der Organisation „Arbeit und Leben Niedersachsen“.
- Das Projekt fand im Dezember 2024 statt.
Was haben die Schüler*innen gemacht?
- Sie haben sich mit dem Thema Zwangsarbeit„Arbeit, die mit nicht-wirtschaftlichem Zwang und unter Androhung von Strafe verlangt wird. Unter Zwangsarbeit im Nationalsozialismus versteht man insbesondere die Verschleppung und Ausbeutung von über… mehr lesen … im NationalsozialismusDer „Nationalsozialismus“ ist eine politische Bewegung, die nach dem Ersten Weltkrieg entstand. 1920 wurde die Partei der Nationalsozialisten, die NSDAP, gegründet. 1933 errichteten die Nationalsozialisten… mehr lesen … beschäftigt.
- Sie besuchten die Gedenkstätte Bergen-Belsen und das Gelände des früheren Lagers „Waldeslust“.
- Sie haben eine Gedenktafel und eine Website erstellt, um an die Opfer zu erinnern.
Das Lager „Waldeslust“
- Es war ein AußenlagerDas System der Konzentrationslager umfasste Hauptlager (24 Stück) und Außenlager (über 1000), die den Hauptlagern unterstanden. Die Außenlager lagen häufig in der Nähe von Arbeitsorten… mehr lesen … des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.
- Das Lager befand sich in Ovelgönne bei Hambühren, in der Nähe eines alten Salzbergwerks.
- Dort waren etwa 400 jüdische Frauen eingesperrt.
- Die Frauen mussten unter schlimmen Bedingungen Zwangsarbeit leisten.
- Sie arbeiteten z. B. im Bergwerk, beim Straßenbau oder beim Gleisbau.
Der Alltag der Frauen im Lager
- Die Arbeit war sehr hart. Viele Frauen mussten nachts arbeiten.
- Es gab wenig und schlechtes Essen.
- Die Frauen mussten lange stillstehen, z. B. beim Appell.
- Manche wurden geschlagen oder schikaniert.
- Einige AufseherIn Konzentrationslagern gab es männliche und weibliche Aufseher bzw. Aufseherinnen. Diese wurden in der Regel von der SS gestellt bzw. handelte es sich bei männlichen… mehr lesen … waren besonders brutal, andere halfen heimlich.
Berichte von Überlebenden
Esther Reiss
- Wurde aus dem Ghetto und später aus Auschwitz ins Lager gebracht.
- Musste Steine schleppen und in der Salzgrube arbeiten.
- Wurde mit einer Rute geschlagen.
- Sie erlebte, wie Aufseher Frauen zwangen, halbnackt zu arbeiten.
Izabella Strauch-Choko
- Kam mit 16 Jahren ins Lager „Waldeslust“.
- War schwer krank und hatte offene Wunden an den Füßen.
- Erlebte Zwangsarbeit und körperliche Schmerzen bis ans Lebensende.
- Wurde von einem französischen Kriegsgefangenen heimlich mit Essen versorgt – er rettete ihr das Leben.
- Nach dem Krieg lebte sie in Schweden und dann in Frankreich. Sie wurde Schachmeisterin und gründete eine eigene Firma.
Die Täter
- Karl-Heinrich Reddehase war Lagerleiter.
- Er wurde nach dem Krieg verurteilt und hingerichtet.
- Er behauptete, er habe die Frauen „nur geschlagen, um sie vor Schlimmerem zu bewahren“ – das Gericht glaubte ihm nicht.
- Überlebende berichteten von Misshandlungen, Erschießungen und anderen Verbrechen.
Erinnerung
- Viele der Frauen im Lager haben den Holocaust nicht überlebt.
- Heute gibt es nur noch wenige Spuren des Lagers.
- Das Projekt der Schüler*innen soll helfen, dass diese Geschichte nicht vergessen wird.
- Ein Gedicht von Celia, einer Schülerin, erinnert an das Leid der Frauen.
